Geschafft! Prüfe jetzt deine E-Mails

To complete Subscribe, click the confirmation link in your inbox. If it doesn’t arrive within 3 minutes, check your spam folder.

Ok, danke
Die Schweizerische Nationalphonothek – eine Phonomontage 3 Min. Lesezeit
News

Die Schweizerische Nationalphonothek – eine Phonomontage

Zum Welttag des audiovisuellen Erbes 2025 präsentiert die Markus Zohner Arts Company ein dreisprachiges Hörerlebnis.

Von Markus Zohner
Die Schweizerische Nationalphonothek – eine Phonomontage Beitragsbild

Fast neun Monate lang haben wir im Verborgenen geschrieben, aufgenommen, geschnitten, montiert. Nun ist es so weit: Die Markus Zohner Arts Company freut sich, gemeinsam mit der Schweizerischen Nationalphonothek ein dreisprachiges Hörerlebnis zu präsentieren: eine 25-minütige Phonomontage, die Einblicke ins Herz der Nationalphonothek gewährt.

Anlässlich des Welttags des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2025 öffnet das Klanggedächtnis der Schweiz seine Tore: Durch die Stimmen derer, die seine Erinnerungen bewahren, entsteht in dieser Phonomontage das vielschichtige Porträt eines Ortes, an dem über 500’000 Tonträger die akustische Geschichte der letzten einhundertdreissig Jahre des ganzen Landes erzählen.

Ein Mosaik aus Stimmen und Tönen

Im Juni 2025 trafen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nationalphonothek mit dem Regisseur Markus Zohner und seinem Team in Lugano. In intensiven Aufnahmesitzungen sprachen sie über ihre Arbeit, über die Herausforderungen der Konservierung, über die Faszination des Klangs – und über die Verantwortung, das akustische Erbe der Schweiz für kommende Generationen zu bewahren.

Die daraus entstandene Phonomontage verwebt diese Gespräche mit ausgewählten Tondokumenten aus dem Archiv der Nationalphonothek: Reden von General Guisan, Schweizer Rock- und Pop-Legenden wie Pepe Lienhard Band und Gotthard, Strawinsky dirigiert von Ernst Ansermet, das letzte Interview mit Friedrich Dürrenmatt, rare Jodelklänge, Jazzpioniere wie The Lanigiro Synkopating Melody Kings aus den 1920er Jahren und zeitgenössische experimentelle Musik.

Das Resultat ist ein Hörstück – eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Frage: Was bedeutet es, Klang zu bewahren?

Ich bin mein Gehörtes – Über die Macht der Stimmen
Sehnsucht nach den verlorenen Stimmen

Ich bin mein Gehörtes

Die akkustische Schöpfungskraft eines ganzen Landes

“Ich bin mein Gehörtes”, sagt Markus Zohner in seinen Anmerkungen zur Regie. “In der Nationalphonothek liegen hundertdreissig Jahre Schweiz, in Tönen konserviert. Die Geschichte der Phonothek zu erzählen, aber auch die Geschichten, die die Phonothek hütet, ans Licht zu bringen, ist ein Traum. Eintauchen in das aufbewahrte Leben des ganzen Landes: man verliert sich in einer Dimension, die grösser scheint als das Leben selbst. Ein enormes, ständig wachsendes Mosaik aus Tönen, das das kulturelle Dasein der Schweiz in den letzten hundertdreissig Jahren in seiner ganzen Tiefe, in seiner Anarchie, Kreativität, Wildheit und Schöpfungskraft auslotet.”

Aufnahmen mit den Fachexperten im Sommer 2025: Yari Copt, Paola Pianta Franzoso, Gabriele Cerilli, Andrea Sassen

Mitwirkende

  • Günther Giovannoni (Sektionsleiter)
  • Enea Adami (Tontechniker)
  • Giuliano Castellani (Kommunikation und Valorisierung)
  • Samuel Pont (Kommunikation und Valorisierung)
  • Yari Copt (Leitung Sektor Rock/Pop)
  • Gabriele Cerilli (Leitung Sektor Klassik)
  • Paola Pianta Franzoso (Leitung Gesprochenens)
  • Andrea Sassen (Leitung Sektor Folk)
  • Romano Nardelli (Leitung Sektor Jazz)

Realisierung:

  • Konzept und Regie: Markus Zohner
  • Sound Engineer: Luca Massaroli
  • Produktionsassistenz: Elisabetta Preite

Produktion

Eine Produktion der Markus Zohner Arts Company im Auftrag der Schweizerischen Nationalphonothek, mit Unterstützung der Franco und Franca Bernasconi Stiftung, Lugano, 2025.

Ausgewählte Tondokumente

Die Phonomontage enthält folgende Aufnahmen aus dem Archiv der Schweizerischen Nationalphonothek:

  • Tobias Rebber, URGE, 2020
  • Henri Guisan, Allocution du Général Henri Guisan aux Suisses à l’étranger, avril 1942
  • Natur Pur (con Bernhard Betschart), Fronalp-Jüüzli, 2017
  • Pepe Lienhard Band, Swiss Lady, 1977
  • Orchestre de la Suisse romande (Dir. Ernst Ansermet), Igor Stravinsky, L’oiseau de feu. Danse infernale de tous les sujets de Kachtcheï, 1955
  • Friedrich Dürrenmatt, Das letzte Interview. Vom Denken und Schreiben über Gott und die Welt, 14.12.2000
  • Nadja Räss, Vera Baumann, Elian Zeitel, Andrea Küttel, Wasserplätschara, 2023
  • The Lanigiro Synkopating Melody Kings, Happy days and lonely nights, 29.04.1929
  • Don Pfäfflis Tonus, Part 34, 1999
  • Gotthard, Heaven, 2000

Newsletter abonnieren

Für weitere Episoden und exklusive Einblicke in die Arbeit der Markus Zohner Arts Company:


Über die Markus Zohner Arts Company

Die Markus Zohner Arts Company ist eine internationale Theater- und Kunstorganisation mit Sitz in Lugano, Schweiz. Das Unternehmen entwickelt und inszeniert internationale Theaterproduktionen sowie kulturelle Veranstaltungen, Radiosendungen, Podcasts, Bücher und Workshops für kreatives Schreiben.

Die künstlerische Arbeit der Company erkundet wesentliche menschliche Themen – Liebe, Macht, Sexualität, Sterblichkeit – und untersucht, wie Konflikt, technologischer Wandel und verschiedene Formen von Zwang den menschlichen Geist beeinflussen.

Kontakt

Markus Zohner Arts Company
Lugano, Schweiz
✉️ supernova@zohner.com
☎️ +41 79 620 23 62
🌐 zohner.com

Kommentare